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    10 Jahre Bundesverband der Flächenagenturen BFAD e.V.

    Eine Erfolgsgeschichte mit aktiver Mitarbeit der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt

    „Natur bewahren- wirtschaftlich handeln“: Wie lassen sich mit diesem Ziel die Maßnahmen zur Kompensation langfristig sichern? Wie kann die Idee von Flächenpools mit Leben erfüllt und das Konzept unabhängiger Flächenagenturen umgesetzt werden? Um diese Fragen engagiert und vor allem bundesweit vernetzt anzugehen, entstand 2006 in Leipzig der Bundesverband der Flächenagenturen in Deutschland (BFAD e.V.).

    Seit 2006 ist auch die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt im Verband vertreten, und das als sehr aktiver Bestandteil– nicht ohne Grund wurde in diesem Jahr der Prokurist Eberhard Schoster bereits zum dritten Mal in den Vorstand gewählt.

    Von sieben Mitgliedern gegründet, zählt der Verband inzwischen ganze 30 Mitglieder, darunter Landgesellschaften, Naturschutz-Stiftungen oder auf das Ökopoolgeschäft spezialisierte Unternehmen. Sie alle haben in den letzten Jahren bewiesen, dass es keine Unmöglichkeit ist, bei Kompensationsmaßnahmen Natur zu bewahren und trotzdem wirtschaftlich zu handeln– und zwar durch kompetente Träger und hohes Qualitätsbewusstsein.

    Bereits 10 Fachtagungen hat der BFAD e.V. ausgerichtet, die letzte im September 2016 in Brandenburg an der Havel, bei der u.a. auch Prof. Dr. Beate Jessel als Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sprach. Sie hatte 2006 die Gründung des BFAD fachlich begleitet. In der Festschrift zum zehnjährigen Bestehen des BFAD schreibt sie : „In Zeiten konkurrierender Nutzungsansprüche und eines damit verbundenen enorm hohen Nutzungsdruckes in unseren Kulturlandschaften sind ausgleichende sowie auf Konsens und Dialog mit den Nutzern und Projektbeteiligten angelegte Momente , wie sie die Flächenagenturen im BFAD e.V. mit ihrem Angebot der Eingriffskompensation bieten, zwingend notwendig“. Die Idee von Flächenpools und Ökokonten hat sich aus ihrer Sicht eindeutig als Erfolgsmodell erwiesen, bei dem alle Seiten gewinnen. Schließlich gilt es, Kompensationsmaßnahmen unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen: Die des Naturschutzes, die der Investoren und auch die der Landwirtschaft.

    Die Flächenagenturen wie die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt leisten da einen unverzichtbaren Anteil. Gerade mit Blick auf das erklärte Ziel, den Flächenverbrauch zu vermindern und angesichts steigender Boden-und Pachtpreise gilt es Kompensations-Lösungen zu finden, die zum einen den Naturhaushalt stärken, zugleich aber auch landwirtschaftlich verträglich sind. Neben Entsiegelungen und aufwertenden Maßnahmen im Offenland kann beispielsweise auf bisherigen Monokultur-Flächen durch wechselnde Fruchtfolgen und Anlage von Strukturen mit ökologischer Umsicht ein neuer Lebensraum für viele, auch bedrohte Arten geschaffen werden. Das alles ist möglich durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit vieler Beteiligter ganz im Sinn der Zielsetzung der im Bundesverband versammelten deutschen Flächenagenturen. Diese planen für das kommende Jahr übrigens bereits schon wieder einen Workshop zur weiteren Intensivierung und Qualitätssicherung. Die mittlerweile zehnjährige Erfolgsgeschichte des BFAD e.V. wird auch in den kommenden Jahren mit großer Sicherheit weitergeschrieben.

    BDAD