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Baustart für das Hochwasserrückhaltebecken Querfurt

Aktiver Hochwasserschutz auch jenseits von Elbe und Saale unter Mitarbeit der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt

Hochwasser in Sachsen-Anhalt – das ist nicht nur für die spätestens seit der Flut 2013 im Focus stehenden Gebiete an Elbe und Saale eine Bedrohung, sondern auch für Orte entlang kleinerer Flüsse. Wie zum Beispiel der Querne. Im Normalfall schlängelt sich das knapp 40 Kilometer lange Flüsschen ruhig und eher wie ein Bach den Saalekreis und den Landkreis Mansfeld-Südharz. Doch die Querne kann auch innerhalb kürzester Zeit gewaltig anschwellen und über die Ufer treten. Wegen ihrer schmalen Talauen und der natürlich begrenzten Retentionsräume werden von ihr Dörfer, Straßen und Felder unter Wasser gesetzt. Vor allen die Stadt Querfurt hat darunter zu leiden. Deshalb entsteht nun zwischen Querfurt und Lodersleben ein Hochwasserrückhaltebecken. Bauherr und Betreiber ist der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt, der sich für die Verhandlungen und Vertragsabschlüsse mit Grundeigentümern und betroffenen Landwirtschaftbetrieben die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt ins Boot holte.

Querfurt

Nach umfassenden Planungen und Vorbereitungen konnte nun am 17. November 2016 der erste Spatenstich erfolgen. Entstehen soll ein sogenanntes grünes Hochwasserrückhaltebecken mit einem als begehbaren Damm angelegten Absperr-und Durchlassbauwerk. Dies hat eine Kronenlänge von 140 Metern, eine Breite von 60 und eine Höhe von 7 Metern. Ein Rückhaltevolumen von 385 000 Kubikmeter ermöglicht es, die sonst durch das Becken durchfließende Querne im Falle eines Hochwassers aufzustauen. Lässt das Hochwasser nach, kann das Wasser allmählich wieder abgelassen werden. So ist es möglich, die Hochwasserwelle zu kontrollieren und abzuschwächen und damit umweltschonend Gefahren für Mensch und Infrastruktur auszuräumen.

Querfurt

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