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Miststreuer bringt Artenvielfalt

Aue Acker wird Wiese - Ein Projekt in der Selkeaue am Ostharz - Der persönliche Bericht von GOTTFRIED BÜRGER

Mitte August 2017 – draußen schwülwarme Luft. Drinnen schattiges Büro. Das Telefon klingelt. Frau Pozimski von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt: „Hallo? Wir wollen in ein paar Tagen die Mahdgutübertragung in der Selkeaue durchführen. Sind Sie dabei?“ Natürlich bin ich. Bisher kenne ich das Verfahren zum Anlegen artenreicher Wiesen nur aus der Fachliteratur. Jetzt kann ich mir ein eigenes Bild davon machen. Doch kurz zurück – weshalb das Ganze?

Bild
Die Grundlage für eine neue Wiese - Frau Pozimski und Frau Wolf (v. vorn) prüfen den Schnitt

Im Ostharz sind am Flüsschen Selke zwei begrünte Erdbecken zum Hochwasserschutz geplant. Das ist mit der Zerstörung wertvoller Biotope verbunden. Werden die Becken zugelassen, sind die zerstörten Lebensräume an anderer Stelle zu entwickeln. Dazu gehört auch das Herstellen artenreicher Wiesen eines bestimmten Typs. Aber – einige Biotope dürfen im Selketal erst beseitigt werden, wenn sie an anderer Stelle bereits neu etabliert wurden. Dies führt dazu, dass schon jetzt zwei Ackerflächen in hochwertiges Grünland „umzubauen“ sind. Dabei steht nicht einmal fest, ob die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen überhaupt kommen. Die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt hat den Auftrag erhalten, die Wiesen zwischen Reinstedt und Ermsleben anzulegen. Ich bin einer derjenigen, die das Hochwasserprojekt aus Sicht der unteren Naturschutzbehörde prüfen – einschließlich der Ersatzmaßnahmen... weiter lesen

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