Klimaanpassung im Weinbau – Einladung nach Rheinhessen
Die Ergebnisse des internationalen Projektes LIFE VineAdapt haben Projektkoordinatorin Isabel Reuter von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH und Anne Hauschild vom Landesweingut Kloster Pforta kürzlich in Worms in der Weinbauregion Rheinhessen vorgestellt. Die Stadt hatte Winzer und Vertreter von Forschungseinrichtungen eingeladen und so trafen sie sich zur Veranstaltung „Klimaanpassung im Weinbau – Praktische Wege für die Zukunft“.
Es gab verschiedene Vorträge, Thementische zu Agri-PV oder pilzwiderstandsfähigen Sorten und einen regen Austausch. Prof. Simone Loose von der Hochschule Geisenheim University appellierte an die Winzer, sich dringend auf die langfristigen Änderungen in der Weinwirtschaft wie Klimawandel, sinkende Nachfrage und veränderte Produkte einzustellen.
LIFE VineAdapt – ein Projekt der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt und ihrer Partner
Spätfrost und Hitze, Starkregen und Trockenheit – extremes Wetter bereitet auch Winzern öfter Sorgen. Ihre Reben leiden darunter und demzufolge auch Qualität und Quantität der Ernte. Aber es gibt Strategien, sich an Klimaveränderungen anzupassen.
Ein Teil der Lösung sind blühende Wildpflanzen. Sie werden in den Weinberggassen ausgesät und locken viele Nützlinge an, die wiederum Schädlingen zu Leibe rücken. Die Wurzeln geben dem Boden Halt, wenn es stark regnet. Andererseits sorgen die Pflanzen auch dafür, dass der Boden nicht so schnell austrocknet.
Auch verschiedene Methoden der Bodenbearbeitung, Düngung und Bewässerung wurden innerhalb des Projekts erforscht. Und zwar nicht nur in Sachsen-Anhalt in der Saale-Unstrut-Region, sondern auch in Österreich, Frankreich und Ungarn. Partner der LGSA waren neben Weinbau- und Forschungseinrichtungen aus diesen Ländern außerdem das Landesweingut Kloster Pforta und die Hochschule Anhalt. Nach fünf Jahren fand das Projekt im Sommer 2025 seinen erfolgreichen Abschluss.
Das war es aber noch nicht – Ein Ausblick
Die Ergebnisse und Maßnahmen lassen sich nicht eins zu eins auf jedes Weinanbaugebiet übertragen, sondern müssen je nach Lage, Klima, Boden und Flächennutzung angepasst werden. Aber es hat sich gezeigt: die Winzer aus dem größten deutschen Weingebiet können durchaus vom Wissen ihrer Kollegen aus dem nördlichsten Anbaugebiet Deutschlands profitieren. Bis zu fünf Jahre nach Abschluss bieten die Projektpartner noch ihre Beratung an und stellen die Ergebnisse auf Veranstaltungen vor.
