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Neuer Lebensraum für Rotbauchunke und Co - Das Projekt „Stiftswerder“ in der Ohreaue

Es sind heiße Sommermonate, Regen bleibt fast aus und die Vorstellung, dass die Flächen am Stiftswerder im Frühjahr regelmäßig überstaut sind, fällt schwer. Trotzdem führen Überschwemmungen auf den Ackerflächen regelmäßig zu Schäden.

Da der Ackerbau auf diesen Flächen stark beeinträchtigt ist, sollen Sie zukünftig gezielt für den Naturschutz als Kompensationsmaßnahmen umgewidmet werden.

Stiftswerder
Überschwemmungsfläche 09/2010

Stiftswerder
03/2011

Im geplanten Polder Zielitz (Bördekreis) setzen sich Mitarbeiter der Landgesellschaft aus dem Bereich Ökopool, unter der Leitung von Fr. Pozimski, mit dieser Thematik auseinander.

Um die Überflutungsflächen für den Naturschutz zu entwickeln, soll hier ein artenreiches Auengrünland mit typischen Strukturen, wie Feuchtsenken und Kleingewässer, angelegt werden.

Hierzu wurden mit Hilfe schwerer Technik die vorhandenen Senkungen auf dem Acker vertieft, um die Wasserführung zu verlängern und so eine neue Heimat für z.B. die geschützte Rotbauchunke und anderen Arten zu schaffen.

Stiftswerder
Vertiefung der Senkung mit schwerer Technik

Stiftswerder
Trotz der Trockenheit führt die Senke nun Wasser

Die Grünlandentwicklung auf den umliegenden Flächen wurde durch einen Mahdgutübertrag initiiert. Hierzu wurde der samenreiche Aufwuchs von artenreiche Wiesen aus der näheren Umgebung geerntet und im Projektgebiet verteilt. Hierbei kamen sowohl frisches Mahdgut als auch zuvor schon geerntete und zwischengelagerte Heuballen zum Einsatz. Das mit dem Mahdgut übertragene Samenmaterial kann nun auf der Fläche ausfallen und im Schutz der Mulchauflage keimen.

Durch die Anwendung dieser Methodik wird die floristische Identität des Naturraumes bewahrt und auf den Empfängerfläche ein  naturraumtypischer Pflanzenbestand entwickelt.

In die Ernte- und Verteilungsarbeiten wurden die jeweiligen bewirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe mit einbezogen.

Stiftswerder
Während der Miststreuer das Mahdgut großflächig verteilt, werden früher geerntete Heuballen von Mitarbeitern der LGSA in Handarbeit verteilt.

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